PROFESSIONELL
FLEXIBEL
EINFALLSREICH

ANDRUCK
Der Andruck wird auch als on-press proof bezeichnet. Mit Andruck kann das spätere Druckergebnis besser beurteilt werden. Die Druckvorstufe wird damit mit den Ton- und Farbwerten zum Abstimmen mit dem Original kontrolliert. Der Kunde kann es dann freigeben. Der Drucker wird damit sein Druckresultat überprüfen.
BANNER
Oberbegriff für flexible/weiche Werbe-„Schilder“. Kann aus den verschiedensten Textilien (z.b. Fahnenstoff, Weich-PVC, Canvas, Polyester etc.) bestehen.
BOGENDRUCK
Druckverfahren, bei dem das zu bedruckende Material als einzelne Bögen zugeführt werden.
BESCHNITT
Bereiche einer Drucksache, die über das Seitenformat hinausreichen, nennt man auch randabfallend. Der Beschnitt ermöglicht ein an allen Seiten sauber geschnittenes Endprodukt. In der Regel beträgt der normale Beschnitt bei Drucksachen mindestens 3 bis 5 Millimeter.
CMYK
Die Buchstaben stehen für die Farben Cyan, Magenta, Yellow und Key oder BlacK (beide Interpretationen des Buchstaben K sind gebräuchlich). CMY sind die Primärfarben der subtraktiven Farbmischung. CMYK sind die Skalenfarben des Mehrfarbendruck. Schwarz dient dabei zur Kontraststeigerung. CMYK ist im professionellen Druck das vorherrschende Farbmodell.
DIGITALDRUCK
Beim Digitaldruck werden die Daten der Drucksachen direkt aus einem digitalen Datenbestand auf den Bedruckstoff gedruckt. Dabei entfallen herkömmliche Zwischenschritte wie Film- und Druckformherstellung.
INDUSTRIEDRUCK
Bezeichnet in unserem Fall die Herstellung von Aufklebern und Etiketten in hoher und immer wiederkehrender Stückzahl für die Industrie.
LAYOUT
Die visualisierende Umsetzung einer gestalterischen Idee in digitale (Screen- oder Webdesign) oder haptische Form (Print-Medien) nennt man Layout im weiteren Sinne.
NUTEN
Arbeitsvorgang, bei welchem dem Werkstoff (Pappe oder Karton) durch Ausheben eines Materialspanes eine linienförmige Biegestelle zugeführt wird. Sie dient dazu, beim Umlegen ein Brechen oder Platzen des Materials zu verhindern. Anwendung für: z. B. Faltschachteln und -kartons.
NUTZEN
Anzahl identischer Exemplare auf einem Druckbogen oder einer Vorlage.
OFFSET
Indirektes Flachdruckverfahren, bei welchem die in einer Ebene liegenden druckenden und nicht druckenden Bereiche der Druckform unterschiedliche Oberflächeneigenschaften besitzen. Die farbannehmenden (oleophilen), druckenden Bereiche stoßen Wasser ab (hydrophob) und die farbabstoßenden (oleophoben), nicht druckenden Bereiche nehmen Wasser an (hydrophil). Um die Druckform des Plattenzylinders zu schonen, erfolgt der Farbauftrag nicht auf direktem Wege auf den Bedruckstoff, sondern indirekt über einen Zwischenträger, den Gummizylinder. Anwendung des Bogenoffset für kleine und mittlere Auflagen: Bücher, Verpackungen, Akzidenzdruck. Anwendung des Rollenoffset für hohe und sehr hohe Auflagen: Kataloge, Zeitungen, Zeitungsbeilagen.
PASSER
Bezeichnung für den exakten Übereinanderdruck jedes Farbauszuges im Mehrfarbendruck. Bei ungenauem Passer kann es zu Farbverfälschung und zu einem unscharfen Druckbild kommen.
PASSKREUZ
Einem Fadenkreuz ähnelndes Zeichen, welches als Hilfsmittel zur Passereinstellung bzw. zur Veranschaulichung der Passergenauigkeit dient. Im Mehrfarbendruck wird es in allen Farbauszügen an derselben Stelle ausserhalb des Beschnittes eines Bogens gedruckt, sodass man nach den Druckgängen erkennen kann, wie passergenau die Auszüge zueinander gedruckt wurden.
PDF
Von dem Softwareunternehmen Adobe entwickeltes Dateiformat und die Weiterentwicklung von PostScript. Es ist betriebssystemunabhängig, ermöglicht interaktive Elemente wie Formularfelder, Kommentare, Lesezeichen und Verweise. Da Schriften und Grafiken mittels Vektoren beschrieben werden, ist eine beliebige, lediglich vom Ausgabegerät abhängige, Skalierbarkeit möglich.
PERFORIEREN
Arbeitsvorgang, bei welchem durch Loch- oder Schlitzstanzung der Faserverbund des Papiers geschwächt wird, um einen Teil des Bogens einfacher und ohne Hilfsmittel abtrennen zu können. Anwendung für: z. B. Briefmarken, Coupons, Schreibblock.
PIXEL
Kunstwort aus den englischen Worten “picture“ und “element“, welches die kleinste Einheit einer digital abgebildeten Rastergrafik bezeichnet.
PIXELGRAFIK
Digitale Grafik, welche aus einzelnen rasterförmig angeordneten Pixel aufgebaut und durch eine bestimmte Auflösung gekennzeichnet ist. Jedes Pixel nimmt hierbei einen Farbwert an, so dass Rastergrafiken vor allem für komplexere Grafiken wie Fotos geeignet sind. Da jedes Pixel eine digitale Farbinformation besitzt, sind Rastergrafiken sehr speicherintensiv, so dass Grafikformate für Rastergrafiken (z. B. BMP, GIF, JPEG, PNG, TIFF) verlustfreie oder verlustbehaftete Bildkompressionen anwenden. Der Grad der Kompression sowie des optischen Qualitätsverlustes der Grafik ist abhängig vom verwendeten Kompressionsverfahren.
PNG
Portable Network Graphics – Grafikformat zur Speicherung von Rastergrafiken, welches als Ersatz für das GIF-Format entwickelt wurde. Mit dem PNG-Format können Grafiken mit bis zu 256 Farben verlustfrei komprimiert werden.
POSTSCRIPT
Von dem Softwareunternehmen Adobe entwickelte Seitenbeschreibungssprache, welche Druckseiten annähernd geräteunabhängig in beliebiger Größe und Auflösung verlustfrei auf Ausgabegeräten darstellen kann. Grafiken und Text werden hierzu mittels skalierbarer Vektorgrafiken beschrieben, sodass Ihre letztendliche Größe und Auflösung erst auf dem Ausgabegerät bestimmt wird.
RGB
Abkürzung für die Farben Rot, Grün und Blau im additiven RGB-Farbraum. Die Farben bei Monitoren und oder Fernseher werden im RGB-Farbraum dargestellt. Die Farben, die man am Monitor sieht, stimmen unter Umständen nicht mit den Farben überein, die am Drucker im fertigen Produkt herauskommen. Ausnahme: Der Monitor ist auf die Druckfarben kalibriert.
RIP
Software oder ein separater Computer (mit entsprechender Software). Diese/r wandelt digitale Bildinformationen (z. B. eine PostScript-Datei) in eine Rastergrafik um, so dass eine Ausgabe z. B. auf einem Drucker möglich ist oder eine Druckplatte nach dieser Vorlage hergestellt werden kann.
RITZEN
Arbeitsvorgang, bei welchem der Oberfläche des Werkstoffes (Pappe oder Karton) durch Einschneiden eine linienförmige Biegestelle zugeführt wird. Sie dient dazu, beim Umlegen ein Brechen oder Platzen des Materials zu verhindern. Anwendung für: z. B. Faltschachteln und -kartons.
SCHNEIDPLOTTER
Ein Plotter, welcher an Stelle von Stiften ein Schneidwerkzeug bewegt, um computergesteuert eine Form oder Buchstaben auszuschneiden. Der Plotter besitzt ein X-Achse und eine Y-Achse und fährt mit dem Messer sogenannte Punkte, die in einer Vektordatei vorhanden sind ab. Diese Punkte liegen für den Plotter in einem Koordinatensystem.
SERIFE
Feiner Endstrich am Kopf oder Fuß eines Buchstabens. Da Serifen die Lesbarkeit von gedruckten Texten fördern, werden für längere Texte häufig Serifenschriften (z. B. Times) verwendet.
STANZEN
Arbeitsvorgang, bei welchem der Werkstoff (z. B. Folie, Karton, Papier, Pappe) einen beliebig geformten Zuschnitt durch ein entsprechendes Stanzmesser bekommt. Als Schneidprinzip findet sowohl der Messer- als auch der Scherschnitt Verwendung. Anwendung für: Puzzles, Displays, Pappaufsteller, Stufenregister in z. B. Terminkalendern.
THERMOSUBLIMATIONSDRUCKER
Prinzipiell ist auch ein Thermosublimationsdrucker ein Thermotransferdrucker. Der kleine, aber feine Unterschied besteht in der Heizleiste. Diese kann in 256 Stufen erhitzt werden und ermöglicht die abgestufte Übertragung der Farbpigmente von der Folie auf das Papier. Die einzelnen, verschiedenfarbigen, Pigmente werden dabei übereinander gedruckt. Durch diesen kleinen Unterschied ist es möglich, echte Halbtöne zu drucken.Noch ein Wort zum Namen: Unter Sublimation versteht man den Übergang eines Stoffes vom festen direkt zum gasförmigen Aggregatszustand, ohne daß der Stoff vorher flüssig wird, und umgekehrt. Dies passiert bei diesem Verfahren mit dem Farbträger, daher der Name.
THERMOTRANSFERDRUCK
NIP-Verfahren, bei welchem die Farbschicht einer Trägerfolie durch partielle Hitzeeinwirkung aufgeschmolzen und unter leichtem Druck auf den Bedruckstoff übertragen wird. Mit diesem Verfahren können hochwertige, brillante Drucke erzeugt werden. Jedoch sind die Verbrauchskosten vergleichsweise hoch, da eine Farbträgerfolie nach einmaligem Gebrauch nicht mehr zu verwenden ist.
UV-TROCKNUNG
Eine Trocknungsart von Druckfarben. Bindemittel sind dabei Stoffe auf Kunststoffbasis, die unter UV-Bestrahlung verhärten.Vorteil: Die Farbe ist trocken, wenn der Bogen aus der Druckmaschine kommt. Nachteil: Damit bedrucktes Papier kann schlecht in den Recycling-Kreislauf eingebunden werden, da Kunststoff enthalten ist. Außerdem entsteht beim Trocknungsvorgang Ozon.
VEKTORGRAFIK
Digitale Grafik, welche mittels mathematischen Funktionen beschrieben wird. Der Aufbau der Grafik wird durch eine Konturenbeschreibung mittels Linien, Kreisen und Polygonen sowie Informationen zu Start- und Endpunkt des jeweiligen Konturenstrichs, Füllfarbe, Linienfarbe und -stärke gewährleistet. Im Vergleich zu Rastergrafiken bieten sie somit die Vorteile beliebiger Skalierbarkeit, sowie geringerer Speicherplatzbelegung. Anwendung in: z. B. PDF, PostScript, Outline-Schriften.